Geschichte

bwlv setzt erfolgreich die Wertanalyse der ambulanten Einrichtungen um

Moderation der Führungsakademie Baden-Württemberg

„Die Wertanalyse hat unsere Organisation in Zeiten des Wandels fit gemacht!“, so der Geschäftsführer des bwlv Christian Heise. Ausgangspunkt für den Auftrag an die Führungsaka-demie Baden-Württemberg war die Auflösung des Landeswohlfahrtsverbandes und die damit verbundene neue Finanzierungsstruktur durch die Kommunen zum Jahreswechsel 2005/2006. Erstmalig in der neunzigjährigen Geschichte des Verbandes wurden dadurch 2005 betriebsbedingte Kündigungen notwendig. Gleichzeitig stiegen trotz Zuwendungskür-zungen der Kommunen die Qualitäts- und Leistungsansprüche an die Arbeit des bwlv. Die Einführung des TvöD mit Zielvereinbarungen und Leistungszulagen sorgte zusätzlich für Un-sicherheit.

Ein interdisziplinär zusammengesetztes Team aus Mitarbeitern hat sich unter der Moderation der Führungsakademie Baden-Württemberg zwei Jahre mit vielfältigen Fragestellungen zur Optimierung beschäftigt und Lösungen erarbeitet: Arbeitsabläufe wurden optimiert, Steue-rungsinstrumente eingeführt, neue Tätigkeitsfelder erschlossen und der bwlv für Zukunfts-aufgaben fit gemacht. Im Mittelpunkt des Bestrebens stand jedoch immer der Nutzen für die ratsuchenden Betroffenen und Angehörigen, die Kommunen und Renten- und Krankenversi-cherungen. Anschließend wurden die Maßnahmen in allen ambulanten Einrichtungen imple-mentiert.

Ein schöner Erfolg der Arbeit war der 2007 vom Verein der Deutschen Ingenieure (VDI) an den bwlv verliehene Innovationspreis. Die VDI würdigt mit diesem Preis die vorbildliche An-wendung der Methode Wertanalyse auch jenseits von Industrie und Gewerbe. Erstmalig ge-wann damit eine soziale Einrichtung den von Ingenieuren ausgelobten Preis.

                       

 

Die Fusion

Der Baden-Württembergische Landesverband für Prävention und Rehabilitation gGmbH ist aus dem Badischen Landesverband für Prävention und Rehabilitation (blv.) und der Drogenhilfe Tübingen (DHT) entstanden. Am 1. Januar 2007 fusionierten die beiden Vereine zu einer gemeinnützigen Gesellschaft. Alleiniger Gesellschafter ist die „Stiftung für Prävention und Rehabilitation Baden-Württemberg“.

Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Renchen (Ortenaukreis). Geschäftsführer sind der bisherige Geschäftsführende Vorstand der DHT, Thomas Bader, und bwlv Geschäftsführer Christian Heise.


Zum Aufsichtsrat gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat a.D., Klaus Brodbeck, und der Erste Bürgermeister a.D. der Stadt Tübingen, Gerd Weimer. Außerdem ist auch die Deutsche Rentenversicherung mit dem Direktor Volkart Steiner vertreten. Als weitere Vertreter der Landkreise, sind der Landrat des Landkreises Rastatt, Landrat Klaus Bäuerle, die Geschäftsbereichsleiterin für Jugend und Soziales des Landkreises Tübingen, Ulrike Dimmler-Trumpp und als Vertreter der Stadtkreise, der Erste Bürgermeister a.D. der Stadt Karlsruhe Harald Denecken vertreten. Als erfahrener Suchtmediziner gehört der Ärztliche Direktor des Zentrums für Psychiatrie, Wolfgang Höcker dem Aufsichtsrat an.

 

 

Bei einem gemeinsamen Festakt in Karlsruhe haben die Geschäftsführer, Christian Heise und Thomas Bader Ressourcen und Entwicklungspotentiale der neu gegründeten gGmbH aufgezeigt. Mit dem symbolischen Anschnitt der Fusionstorte wurde die „Ehe“ der beiden Verbände besiegelt.

 

 

Von der Trinkerrettung zur organisierten Suchtkrankenhilfe

Die Geschichte des Badischen Landesverbandes für Prävention und Rehabilitation im Neuland Verlag erschienen

Dr. Reinhold Aßfalg langjähriger Leiter der Fachklinik Haus Renchtal, hat eine Chronik der Suchtkrankenhilfe in Baden verfasst. "Arbeit an der Vergangenheit gilt oft als Zeitverschwendung, aber der Umweg über die Vergangenheit lohnt sich", so Aßfalg. "Er lässt vieles in anderem Licht erscheinen. Das Aktuelle wird transparent, grundsätzliche Fragen, die in der täglichen Arbeit übergangen werden müssen, rücken in den Mittelpunkt." An welchem Menschenbild orientiert sich unsere Arbeit? Welche sozialen Interessen bestimmen unser Handeln? Und wie verändern sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen? Das Buch schlägt einen Bogen von der Antialkoholbewegung im 19.Jahrhundert, über die Bildung der ersten Trinkerfürsorgestellen, bis hin zur heutigen Suchtkrankenhilfe. Auch heikle Themen aus der Arbeit der Heilstätten im Nationalsozialismus werden nicht ausgelassen. 

Bestellungen unter: Referat Öffentlichkeitsarbeit, Renchtalstraße 14, 77871 Renchen, Tel.: 07843/949-165, Fax: 07843/949-168, E-Mail: saskia.schulz(at)bw-lv.de