Selbsthilfe im bwlv
Insgesamt sind in den 21 Einrichtungen des bwlv derzeit über 200 Suchtkrankenhelferinnen und -helfer in 150 Selbsthilfegruppen aktiv. Sie übernehmen dabei die unterschiedlichsten Aufgaben, die von Vorbereitung und Motivationsarbeit für Hilfsangebote, über Gruppenangebote für Betroffene und Angehörige bis hin zu Freizeitangeboten reichen.
„Die Suchthilfe ist ohne Selbsthilfe und ehrenamtliches Engagement nicht vorstellbar“, so Christian Heise der Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Landesverbandes für Prävention und Rehabilitation (bwlv). „Außerdem bieten Selbsthilfegruppen über Beratungs- und Behandlungsangebote hinaus ganz andere Möglichkeiten, um an Betroffene heranzukommen. So können die meisten Helfer von ihrer eigenen Krankheitsgeschichte oder der des Partners oder der Partnerin berichten und auf diese Weise überzeugend motivieren“, so Christian Heise weiter. In Selbsthilfegruppen sind ehemals Abhängige organisiert, um sich gegenseitig dabei zu unterstützen, alkoholfrei zu werden und zu bleiben, Gespräche über das eigene Schicksal zu führen, und ohne Scham seine Sucht zugeben zu können.
Foto: Uwe Röder