Neues Projekt fördert die Gesundheit von Berufsanfängern - Stress im Job ist oft der Anfang vom Ende


Bild: Fotolia/Drubig

Jeder vierte Auszubildende löst seinen Arbeitsvertrag vorzeitig auf, vor allem im ersten Lehrjahr ist die Abbruchquote hoch. Die Arbeitsbelastung und ein bisher nicht gekannter Termin- und Leistungsdruck verursachen Stress, mit dem junge Arbeitnehmer zum Teil nicht umgehen können. Um dem entgegenzuwirken nimmt der Baden-Württembergische Landesverband für Prävention und Rehabilitation (bwlv) zusammen mit der Krankenkasse BARMER die Gesundheitsförderung von Berufsanfängern ins Visier.

Pilotprojekt in Offenburg, Rottweil, Tuttlingen und Singen

Das Programm „Erfolgreich zum Ziel – Gesundheitskompetenz in der Berufsausbildung“ vermittelt Azubis, wie sie mit Stress umgehen und ihre eigenen Ressourcen durch gesunde Ernährung und Bewegung stärken können. Bisher wurden in Offenburg, Tuttlingen, Rottweil und Singen Workshops mit insgesamt 50 Auszubildenden aus verschiedenen Berufsgruppen durchgeführt. Entwickelt hat das Konzept die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Villingen-Schwenningen, die das Pilotprojekt auch evaluieren wird.

Betriebe sollen von leistungsfähigen Mitarbeitern profitieren

„In jungen Jahren wird das Gesundheitsverhalten geprägt, das gilt auch im Berufsleben. Wir wollen mit diesem Projekt den Grundstein für ein gesundheitsbewusstes Verhalten legen, dass die Azubis hoffentlich ihr Leben lang beibehalten“, so Winfried Plötze, Landesgeschäftsführer der BARMER Baden-Württemberg. Die Betriebe ihrerseits sollen durch das Programm „Erfolgreich zum Ziel“ von motivierten, leistungsfähigen Mitarbeitern profitieren. Christian Heise, Geschäftsführer des bwlv, freut sich über die Projektförderung durch die BARMER. „Bislang steht die Gesundheitsförderung von Azubis noch zu wenig im Fokus. Gerade für kleine und mittelgroße Unternehmen ist unser Programm bestens geeignet.“

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