• bwlv vor Ort

Internationaler Familientag- Suchtfamilien brauchen Hilfe

 

In Suchtfamilien spielen sich häufig unbemerkt Tragödien ab. Suchtkranke Eltern können ihren elterlichen Pflichten häufig nicht ausreichend nachkommen. Aggression, körperliche und physische Gewalt, aber auch Depression und Resignation bestimmen den Alltag in Suchtfamilien. Kaum beachtet leben in Deutschland mehr als 2,6 Millionen Kinder und Jugendliche in Familien, in denen eines oder beide Elternteile suchtkrank sind. Jedes siebte Kind in Deutschland ist damit von der Alkoholkrankheit eines Elternteils betroffen. Meist dreht sich alles um den Suchtkranken und die Nöte der Kinder werden nicht erkannt. Dabei stellen gerade diese Kinder und Jugendlichen die größte Risikogruppe dar, haben sie doch ein 6-fach höheres Risiko, selbst eine Abhängigkeitserkrankung oder eine psychische Störung zu entwickeln. Und dies kann sich, nach einer Studie der Fachhochschule Köln, sogar bis in die nächste Generation weiter fortsetzen.

 

Der Baden-Württembergische Landesverbandes für Prävention und Rehabilitation macht sich anlässlich des Internationalen Familientages stark für Suchtfamilien. Einzel-, Paar-, und Familiengespräche unterstützen die Familien, um erstmals über die belastende Familiensituation zu sprechen. In den Gruppen lernen sie andere Betroffene und Angehörige kennen, erhalten Krisenintervention und lernen Problembewältigungsstrategien kennen. Ambulante und stationäre Rehabilitation für das betroffene Elternteil runden das Angebot des bwlv ab. In der Fachsstelle Sucht in Karlsruhe bieten wir darüber hinaus im Auftrag des Landratsamtes Ambulante Erziehungshilfen an, um Familien noch intensiver betreuen zu können.