Pionier der Drogenhilfe in Deutschland verabschiedet


Pionier der Drogenhilfe in Deutschland verabschiedet

In einer bewegenden Feierstunde wurde der Geschäftsführer Thomas Bader in Tübingen verabschiedet. Er ist ein Mann der ersten Stunde, der die Drogenhilfe in Deutschland maßgeblich mitentwickelt hat. Seit den 70-er Jahren prägte Thomas Bader die Fachdiskussionen in Fachverbänden, Politik und der Kostenträger maßgeblich mit. Als langjähriger Vorsitzender des Fachverbandes Drogen und Rauschmittel (fdr) nahm er Teil an der Gestaltung bundesweiter Trends in der Arbeit mit Drogenabhängigen. Von Vorteil waren hier seine vielfältigen Kooperationen und seine ausgezeichnete Netzwerkarbeit. So war es nicht verwunderlich, dass viele seiner Weggefährten zur Verabschiedung aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren. Gerd Weimer, Vorsitzender der Stiftung für Prävention und Rehabilitation Baden-Württemberg und Verwaltungsrat der Drogenhilfe Tübingen e.V. zollte ihm Respekt. Als „neutralisierter Schwabe“ habe er sich nicht in den Vordergrund gedrängt, sei jedoch stets stark in der Durchsetzung und klar in den Entscheidungen gewesen. Aus einer kleinen Einrichtung, in den 70-er Jahren“ in der Froschgasse in Tübingen, habe er es geschafft ein Mittelständisches Unternehmen der Gesundheitsbranche aufzubauen. Diese Leistung gebühre Respekt und höchste Anerkennung, so Weimer.

Seit 1987 war Thomas Bader Leiter der Drogenhilfe Tübingen (DHT), 1994 daneben Geschäftsführer der Reha Wiesengrund gGmbH und 1998 Vorstand der DHT. Er gründete 1994 die Suchthilfe in Thüringen gGmbH (SiT), eine Tochtergesellschaft der DHT. Die DHT unterhält heute Einrichtungen von Württemberg über Bayern bis Thüringen. In vielen Bereichen diente die DHT schon seit den 70er Jahren als Modell für Suchthilfeeinrichtungen in Deutschland. 2007 fusionierte die DHT mit dem Badischen Landesverband für Prävention und Rehabilitation und wurde zum größten Träger der Suchthilfe in Baden-Württemberg. Der Baden-Württembergische Landesverband für Prävention und Rehabilitation gGmbH unterhält heute 53 ambulante und stationäre Einrichtungen und beschäftigt 850 Mitarbeiter/innen.


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