Projektstart: Das DPWV-„Mitmachbuch“ zum Jahr der Kinder- und Jugendrechte in Baden-Württemberg startet seine Tour bei JELLA!


Zum Jahr der Kinder- und Jugendrechte im Land hat Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg ein Buchprojekt initiiert. Kinder und Jugendliche aus ca. 30 Mitgliedsorganisationen, die dort leben und betreut werden, sollen darin in Wort und Bild zum Ausdruck bringen, welche Rechte ihnen wirklich wichtig sind und wie in ihrer Jugendhilfeeinrichtungen damit umgegangen wird.
Zum offiziellen Start übergaben jetzt Mädchen der Stuttgarter Wohngruppe JELLA, einer pädagogisch-therapeutischen Einrichtung für Mädchen mit Suchtproblemen und Traumafolgestörungen Jugendlichen von der Einrichtung „Gutenhalde“ aus Filderstadt das „Mitmachbuch“. Es wird vom Sozialministerium Baden-Württemberg gefördert und im Rahmen der offiziellen Abschlussveranstaltung zum Jahr der Kinder- und Jugendrechte in Baden-Württemberg, am 20. November 2014, durch eine Delegation von Kindern und Jugendlichen an Sozialministerin Katrin Altpeter in Karlsruhe übergeben werden.
Stolz präsentierten die Mädchen das beeindruckende Ergebnis eines intensiven Auseinandersetzungsprozesses zur Lebenssituation von Mädchen und deren Rechten. „Die Mädchen beteiligten sich ausgesprochen motiviert und mit zahlreichen kreativen Ideen an der Gestaltung ihrer beiden Seiten im Kinderrechtebuch. Auffallend ist, wie wichtig ihnen gesellschaftliche Partizipation ist und wie engagiert sie gleiche Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten für sich einfordern“, erklärte Heidrun Neuwirth, Leiterin von JELLA.
In ihrem Buchbeitrag haben die Mädchen sich darauf konzentriert, auszudrücken, welche Rechte für sie persönlich und vor allem auch als Mädchen von besonderer Bedeutung sind. Mit Worten, Zeichnungen, und Fotos machen sie ihre Gründe für eine Suchttherapie und ihre Lebensziele sichtbar, geben Einblick in ihr Leben vor JELLA, ihre Wünsche an Unterstützung und vor allem in ihr gemeinsames Leben in der Mädchen-WG. Wichtig war ihnen, dass es Einrichtungen für Mädchen gibt und sie so überhaupt eine Wahloption haben können. Dabei ist JELLA bundesweit die einzige Einrichtung, die sich speziell an Mädchen mit Suchtproblemen und Traumafolgestörungen wendet. Besonders bedeutsam – aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen - ist ihnen das „Recht auf gewaltfreie Erziehung“. Wie dies bei JELLA gelebt und von ihnen mitgestaltet wird, zeigt ihre Fotostory auf ganz eindrückliche Art. Mit auf die Reise geschickt haben sie für die anderen Kinder und Jugendlichen eine Notfallkarte. „Skills statt Ratschläge“ steht auf dem Umschlag – das, so eine Bewohnerin, sei für sie Partizipation bei JELLA:
„Du hast immer das Recht dich sicher, geborgen und beschützt zu fühlen. Du hast das Recht auf Schutz vor Drogen und Gewalt. Du darfst nicht ausgelacht, bedroht oder von anderen ausgeschlossen und diskriminiert zu werden.“
(aus der Selbstverpflichtungserklärung von JELLA)


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