Am 21.10.2024 fand in Karlsruhe die erste Qualitätswerkstatt zum Projekt Teilhabeorientierung (TriMaVista) statt mit dem Ziel einer Auswertung und Reflexion des bisherigen Prozesses. Zentraler Leitgedanke des Projekts ist, dass wir uns einrichtungsübergreifend am Bedarf der Menschen orientieren und die vorhandenen Schnittstellen durch ein verbindliches Übergabe- und Informationsmanagement beherrschen. Zwei zentrale Themen in der Qualitätswerkstatt waren die Terminzeitensuche sowie die Dokumentation mit dem TriMaVista Bogen. Darüber hinaus wurden auch Fragen des Ablaufs sowie der Evaluation des Projekts diskutiert. Es wurde konstatiert, dass es immer noch ca. 25-30 % Aufnahmen in stationäre bwlv Einrichtungen ohne Einsatz des TriMaVista Bogens gibt, die Quote für den Übergang von der stationären zur ambulanten Einrichtung ohne Einsatz des Bogens ist noch höher. Hier zeigen sich deutliche Verbesserungspotenziale. Am 28.02.2015 hat sich die Steuerungsgruppe Teilhabeorientierung getroffen, um die Ergebnisse der Qualitätswerkstatt auszuwerten.
Terminzeitensuche: eine wesentliche Voraussetzung für die Terminzeitensuche ist, dass im ambulanten Bereich der groupwise Kalender gut gepflegt ist. Wir planen eine Arbeitsanweisung zur Pflege des groupwise Kalenders sowie entsprechende Schulungen für Verwaltungskräfte. Hier werden wir in Kürze den Betriebsrat einbinden. Der Stellenwert des groupwise Kalenders wurde in der stationären Leitungstagung am 06.03.2025 thematisiert. Hier steht noch eine Klärung an, ob eine Synchronisierung des groupwise Kalenders mit dem PATFAK Kalender möglich ist.
TriMaVista Bogen: Kritisch wurde die fehlende Ausblendung nicht relevanter Bereiche und die darüber hinaus bestehende hohe Speicherkapazität des Bogens gesehen. Ein Großteil der Beschäftigten spricht sich darüber hinaus dafür aus, dass eine Verlaufsdarstellung besser ist als eine 1 Punkt Erhebung. Einigkeit besteht, dass langfristig eine Dokumentation in den jeweiligen Dokumentationssystemen (Contur bzw. PATFAK) mit entsprechenden Schnittstellen die optimale Lösung ist. Da dies aber mit einem erheblichen Aufwand verbunden und kurzfristig nicht zu realisieren ist, haben wir uns für folgende Zwischenlösung entschieden. Es wird einen neuen Bogen TriMaVista 2.0 in „Word“ geben, in dem eine Dokumentation des Verlaufs möglich ist. Die Ausblendung nicht relevanter Bereiche wird möglich sein und die Textfelder sollen dynamisch wachsen. Der neue Bogen wird mit einigen Pilot-Beratungstellen getestet. Unser Ziel ist, dass der neue Bogen in der zweiten Jahreshälfte 2025 zum Einsatz kommt.
Kommunikation mit Kooperationspartnern: Der Einsatz des TriMaVista Bogens mit anderen Trägern der Suchthilfe ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geplant, da der Prozess noch nicht abgeschlossen ist und wir die Dokumentation umstellen wollen. Wenn dies erfolgt ist, können wir den neuen Bogen auch für die Kommunikation mit anderen Kooperationspartnern nutzen.
Evaluation: Bezüglich der Evaluation sind erste Gespräche mit der Hochschule Esslingen (Frau Prof. Marion Laging) geplant. Die Finanzierung sowie Inhalte der Evaluation (z.B. Fragen der Wirkungsorientierung oder Kennzahlen) müssen noch geklärt werden. Darüber hinaus gibt es Interesse einer Kollegin, den Prozess im Rahmen ihrer Master-Thesis zu evaluieren.
Übergabe- und Informationsmanagement: Wichtig (auch für die Evaluation) ist die vollständige und gute Dokumentation der Übergabespräche in Contur sowie eine gute Dokumentation der Entlassformen, Weitervermittlungsquoten sowie der Vermittlerverteilung in PATFAK sowie in den Kennzahlen. Der Nachsorgeplanungsprozess muss noch mehr in den Fokus kommen, dies betrifft sowohl die BonPas Beantragung als auch die frühzeitige Planung der Nachsorge.