Die Therapeutische Wohneinrichtung Jella schlägt Alarm: Für suchtkranke Mädchen und junge Frauen gibt es nach Angaben der Einrichtung viel zu wenige Therapieplätze. Jella feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen und ist nach eigenen Angaben bis heute bundesweit die einzige suchttherapeutische Einrichtung speziell für Mädchen. Schnelle Hilfe oft nötig, aber nicht möglich Einrichtungsleiterin Heidrun Neuwirth berichtet im Interview mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem von rund 400 bis 500 Anfragen pro Jahr. Dem stehen nur 16 Plätze gegenüber. Viele Betroffene müssten deshalb monatelang auf Hilfe warten, obwohl gerade bei Suchterkrankungen schnelle Unterstützung entscheidend sei. Nach Einschätzung von Neuwirth braucht es deutlich mehr Entzugs- und Therapieplätze für Minderjährige. Außerdem fordert sie einen Ausbau der Prävention und frühzeitiger Hilfsangebote, damit betroffene Mädchen möglichst früh erreicht werden.