÷÷÷÷ Umzug – Erweiterung - Neue Anschrift ÷÷÷÷

Endlich ist es soweit! JELLA bezieht Anfang September 2018 ein neues Haus und kann das langersehnte Vorhaben der Angebotserweiterung für Mädchen mit Suchtproblemen und Traumafolgestörungen umsetzen.

Wir bleiben mit beiden Häusern in Stuttgart-Zuffenhausen verortet. Am neuen Standort „Neckarsulmerstraße“ werden die Therapeutische Wohngruppe sowie das Betreute Jugendwohnen untergebracht. Unser bisheriges Haus in der „Vandalenstraße“ wird grundlegend renoviert, damit dort im Februar 2019 unsere Traumapädagogische Wohngruppe eröffnen kann.

Damit kann JELLA zukünftig 16 Mädchen ab 14 Jahren mit aufeinander abgestimmten, sich ergänzenden pädagogischen und therapeutischen Hilfen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben begleiten.

Bitte beachten Sie unsere neuen Kontaktdaten!


JELLA

Pädagogische und therapeutische Hilfen für Mädchen mit Suchtproblemen und Traumafolgestörungen

JELLA wurde 2001 bundesweit erstmalig als suchttherapeutische Wohngruppe für Mädchen eröffnet.

Heute setzen die Angebote von JELLA gezielt an der Schnittstelle von Jugendhilfe, Suchthilfe sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie an, suchen die Barrieren zwischen diesen Hilfesystemen zu überwinden und verbinden bewusst strukturelle und methodische Elemente aus allen drei Systemen. Wir arbeiten auf der Basis einer Synthese von Alltag, Pädagogik und Therapie, konsequent mädchenspezifisch und traumapädagogisch ausgerichtet.

Übergeordnete Ziele von JELLA sind die psychische Stabilisierung und/oder der schrittweise Aufbau eines drogenfreien Lebens.

JELLA

Bitte beachten Sie unsere neuen Kontaktdaten ab dem 05.09.2018


Neckarsulmer Straße 3
70435 Stuttgart

Fon 0711.652 006-0
Fax  0711.652 006-99

Mail jella@bw-lv.de

Leitung: Heidrun Neuwirth

Aufnahme: 0711.652 006-50


Zielgruppe und Angebote

Die Angebote von JELLA richten sich an Mädchen und junge Frauen im Alter von 14 bis  21 Jahren in belastenden Lebenssituationen,

  • bei denen Drogenprobleme und/oder psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen, emotional-instabile Persönlichkeitsentwicklung und insbesondere Traumafolgestörungen mit selbstverletzendem Verhalten, Impulsdurchbrüchen, Ängsten, Konzentrations- und Schlafstörungen und latenter Suizidalität vorliegen.

Wir tragen der Vielfalt von Mädchen hinsichtlich ihrer Lebenssituation und Entwicklung, ihrem Bedarf, ihrer Aufträge und ihrer Wünsche an uns Rechnung. Dieser Individualität und der unterschiedlichen Ausprägung der vorhandenen Symptomatik einerseits sowie der psycho-sozialen Stabilität andererseits begegnen wir mit einem differenzierten, abgestuften und konzeptionell aufeinander abgestimmten Hilfeangebot:

  •  Die Therapeutische Wohngruppe bietet 8 Plätze für Mädchen mit einer noch dominierenden sucht- und oder traumabezogenen Symptomatik, die i.d.R. im direkten Anschluss an einen Klinikaufenthalt mit Cleannachweis aufgenommen werden.  Das Angebot ist sowohl intensiv traumapädagogisch als auch spezifisch suchttherapeutisch ausgerichtet, arbeitet mit einem Phasenmodell und ist zeitlich auf rund ein Jahr begrenzt. Motivationsaufbau, Krisenreduktion, psychische und suchtbezogene Stabilisierung sowie die Wiedererlangung einer dauerhaften und kontinuierlichen Schulfähigkeit der Mädchen stehen im Vordergrund der Hilfe.
  • Die Traumapädagogische Wohngruppe (Start 02/2019) bietet einen sicheren und cleanen Betreuungsrahmen für sechs Mädchen, deren Stabilität hinsichtlich der Regulierung der traumatypischen Symptome soweit entwickelt ist, dass ein Schul- oder Ausbildungsbesuch möglich ist.

  • Im stationären Betreuten Jugendwohnen werden im Anschluss an die Wohngruppen unter dem „geschützten“ Dach von JELLA zwei junge Frauen ab 16 Jahren auf dem Weg in die Verselbständigung begleitet.

  • Ambulante Hilfen unterstützen die Mädchen bei der weiteren Verselbständigung im eigenen Wohnraum oder nach der Rückkehr in die Familie

Die Angebote können unabhängig voneinander in Anspruch genommen werden.

Unsere Haltung

Wir begleiten Mädchen und junge Frauen unabhängig von ihrer Herkunft, Konfession und sexuellen Orientierung. Wir berücksichtigen die besondere gesellschaftliche Situation von Mädchen und Frauen und fördern durch unsere Arbeit ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben und die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Mädchen und Frauen.

Bedeutsam sind uns: Sicherheit und Schutz // Verlässlichkeit und Wertschätzung // Transparenz und Offenheit // Partizipation und Mitbestimmung

Wir nehmen Mädchen als Auftraggeberinnen ernst, begleiten parteilich – ohne mit allem einverstanden zu sein.


Unsere Leistungen

  • 24-Stunden-Betreuung
  • Cleane und geschützte Räume für Mädchen
  • Bezugsbetreuerin
  • Wöchentliche therapeutische Einzelgespräche
  • Gruppentherapeutische Angebote
  • Psycho- und Suchtedukation
  • Traumapädagogik
  • Tagesstrukturierung
  • Trainingskurse / Workshops
  • Aktiv-kreative Freizeitgestaltung
  • Sportgruppe
  • Erlebnispädagogische Aktivitäten und Freizeiten (Klettern, Kanutouren, Stockkampf u. v. m.)
  • Anleitung zur Selbstorganisation des alltäglichen Zusammenlebens
  • Schuldenregulierung
  • Krisenintervention
  • Drogenscreenings und Alkoholtests
  • Auszeitenmodell


Unserer Häuser

Unsere beiden Häuser befinden sich im selben Stuttgarter Stadtteil Zuffenhausen, haben jeweils einen Garten und sind sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Einzelzimmer sind Standard.

 Standort: Neckarsulmer Straße 3

  • Therapeutische Wohngruppe für Mädchen mit Suchtproblemen und Traumafolgestörungen, 8 Plätze, gemeinschaftliche Wohn- und Aufenthaltsräume, Lernzimmer
  • Betreutes Jugendwohnen als akkumuliertes Einzelwohnen in separater 2-Zimmer-Wohnung mit Wohnküche, 2 Plätze
  • Therapie- / Besprechungs- / Funktionsräume
  • Leitung, Fachdienst, Verwaltung

Standort: Vandalenstraße 25 (ab Februar 2019)

  • Traumapädagogische Wohngruppe für Mädchen, 6 Plätze

Unsere Teams

Alle stationären Angebote von JELLA richten sich gezielt von Frauen an Mädchen und erfolgen in einem genderhomogenen Setting.

Unsere Fachfrauenteams verfügen über fundierte Kenntnisse zu Sucht und Psychotraumatologie, ergänzt durch vielfältige Qualifikationen in weiteren Bereichen wie Wildnis- und Erlebnispädagogik, tiergestützter Pädagogik, Gewaltprävention, Akupunktur (NADA), Entspannungsverfahren oder Schuldnerberatung. Unsere therapeutische Basis bilden u.a. anerkannte Ausbildungen in Traumatherapie, Gestalttherapie, systemischer Therapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Tanztherapie und Maltherapie nach C.G. Jung.

Die geregelte medizinische Versorgung der Mädchen wird durch die bewährte Kooperation mit unserer Hausärztin sowie weiteren Fachärzt*innen gewährleistet. Die gegebenenfalls begleitende psychiatrische Behandlung erfolgt für die Minderjährigen in langjähriger Kooperation mit der Stuttgarter Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie für die jungen Volljährigen durch niedergelassene Psychiater*nnen und das Klinikum Stuttgart.

Das JELLA-Team
Das JELLA-Team

Kontakt

JELLA

Neckarsuler Straße 3
70435 Stuttgart

Fon: 0711.652 006-0

Fax: 0711.652 006-99

Mail: jella@bw-lv.de

 

 

 

 

 

Leitung: Heidrun Neuwirth

Aufnahme:  0711. 652 006-50

E-Mail: heidrun.neuwirth@bw-lv.de  


News


IKEA Ludwigsburg spendet JELLA neue Küche zum 15jährigen Jubiläum

„Wir freuen uns, die sinnvolle und professionelle Arbeit von JELLA unterstützen zu können und damit für die Mädchen einen besseren Alltag zu schaffen“, sagte Jenny Ärlemalm, die gemeinsam mit ihrer (...)weiterlesen >


Herzenssache fördert Umzug und Erweiterung von JELLA

Kira ist der Name, den sich die 16-Jährige geben möchte. Mit zwölf Jahren kifft Kira zum ersten Mal, schnell folgten weitere Drogen. Ihren ersten Entzug hat sie mit gerade mal 15. In ihrer Mädchen-Wohngruppe bei JELLA findet Kira endlich den Halt, den sie so dringend braucht. Ein stabiles Zuhause ist ihr neu, ihre Mama war selbst drogenabhängig. Schule schwänzen und auswärts schlafen prägten den Alltag der Teenagerin. Mit 15 hält Kira es einfach nicht mehr aus und macht einen Entzug. Nach Hause kann sie nach der Therapie nicht mehr. In der therapeutischen Wohngruppe findet sie erstmals verlässliche Strukturen. Das Jahr bei JELLA hat für sie alles verändert: "Ich kann wieder klar denken, habe Wünsche für mein Leben und traue mir mehr zu." Ihr Foto für Herzenssache hat sie selbst gestaltet. Hier zeigt sie sich freudig tanzend, ihre Vergangenheit im Hintergrund. "Mein Mutmachbild", wie sie selbst sagt.

zum ganzen Artikel auf herzenssache.de

 


Porsche-Tischkicker für Mädchenwohngruppe JELLA

Mitarbeiter der Firma Porsche haben in einem Seminar mehrere Tischkicker zusammengebaut. Einen davon bekam nun die Stuttgarter Mädchenwohngruppe JELLA als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gespendet.

In der bundesweit einzigartigen Einrichtung dieser Art werden Mädchen ab 14 Jahren mit Suchtproblemen und Traumafolgestörungen pädagogisch und therapeutisch unterstützt. Der Tischkicker wurde sofort mit Begeisterung in Beschlag genommen und wird sicher ein fester Bestandteil der Freizeitgestaltung der Mädchen.

Jürgen King, Leiter des Baumanagements (links im Foto), und Michel Meyn (rechts), Leiter des Immobilienmanagements von Porsche, übergaben den Kicker persönlich, mussten sich jedoch im Eröffnungsspiel geschlagen geben.

 


 

 

 

 

JELLA - Pädagogisch-therapeutische Wohngruppe für Mädchen mit Suchtproblemen und Traumafolgestörungen

Das neue Heft „Betrifft Mädchen“ setzt sich mit den Lebens- und Konfliktlagen der rund 80.000 Mädchen bundesweit in stationären Erziehungshilfen auseinander.

Ein Beitrag widmet sich der bundesweit einmaligen Einrichtung des bwlv, der pädagogisch-therapeutischen Wohngruppe JELLA, die sich explizit an Mädchen mit Suchtproblemen und Traumafolgestörungen wendet.

Seit der Eröffnung im Jahr 2001 zeigt sich dort, dass bei einem sehr großen Teil der Mädchen, die eine Substanzgebrauchsproblematik aufweisen, weitere psychische und psychiatrische Erkrankungen vorliegen, die erkannt und explizit behandelt werden müssen. Besondere Bedeutung kommt dabei einem vertieften Blick auf die Zusammenhänge von Gewalterleben, Traumatisierungen und Sucht zu.

Die Autorin Heidrun Neuwirth geht zentralen Fragestellungen nach: Wie kann sowohl der Suchtproblematik als auch den ursächlichen oder begleitenden psychischen Mehrfachbelastungen adäquat begegnet werden? Wie müssen sowohl die professionelle Haltung als auch die strukturelle und konzeptionelle Ausgestaltung der Hilfe angepasst werden? Sie legt dar, wie das Team von JELLA den Spagat von mädchengerechter Suchttherapie einerseits und Bewältigung von Traumafolgestörungen andererseits in der kontinuierlichen Reflektion und Weiterentwicklung der Angebote integriert.

 

Den gesamten Artikel finden Sie in „Betrifft Mädchen“ Heft 4/2017, Oktober 2017

 

Herausgeberin:

LAG Mädchenarbeit in NRW e.V.

Tel.: 0202/7595046,

E-Mail: lag@maedchenarbeitnrw.de

Titel und Inhaltsverzeichnis

Bestellungen: 10,- € zzgl. 1,20 € Porto beim Juventa Verlag/Beltz Medien-Service,

Tel.: 08191/97000-622, E-Mail: medienservice@beltz.de

 

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Website JELLA

 

 


Formulare und Prospekte


Aufnahme

Für eine Aufnahme benötigen wir:

  • Persönliche Anmeldung per Telefon
  • schriftlicher Lebens- und Suchtverlauf
  • abgeschlossener körperlicher Entzug / Clean-Nachweis
  • Kostenzusage des zuständigen Jugendamtes nach SGB VIII § 27 i.V.m. § 34 sowie § 35a und § 41

Bei Bedarf unterstützen wir die Mädchen gerne bei der Vermittlung eines Entzugsplatzes oder der Kontaktaufnahme zum Jugendamt.

Infobesuch und Vorgespräch

Aufnahmetelefon:
Tel: 0711. 652 006-50

heidrun.neuwirth@bw-lv.de


Mädchen über JELLA

Du interessierst Dich für JELLA?

Da wir aus eigener Erfahrung wissen wie schwer es ist, sich für eine Einrichtung zu entscheiden, wollen wir Dir erzählen, wie es hier in JELLA so ist und wie unser Tag, unsere Woche aussieht und natürlich, ob es uns gefällt oder nicht. Deshalb hat jede von uns etwas für Dich geschrieben.

Viel Spaß beim Lesen!

Die JELLA-Bewohnerinnen

 

Mein Ankommen in JELLA - Die erste Woche

Wenige Tage vor meiner Aufnahme in JELLA hatte ich ziemliche Zweifel, ob ich das alles durchhalte und die Gruppe wirklich für mich geeignet ist. Ich kam mit großer Anspannung und Angst an einem Freitagmorgen nach JELLA, allein bei dem Gedanken meine Familie und Freunde für bestimmte Zeit nicht bei mir zu haben, hatte ich an meinem ersten Tag solche Sehnsucht, dass ich dachte, dem Druck nicht Stand zu halten. Ich nahm mir vor stark zu bleiben, doch Trauer und Angst waren in den ersten drei Tagen einfach überlegen und ließen mich hoffnungslos werden. Doch mit jedem Gespräch der anderen Mädels, die mich verstanden haben und mir sagten, dass der Anfang am Schlimmsten sei und ich hier nicht alleine bin, wurde mir bewusst, dass die negativen Gedanken, die ich den ganzen Tag über mit mir herum trug zwecklos waren und es nur noch schwerer machten. Also erstellte ich mir einen Plan, wo ich mir Termine aufschrieb, an denen ich wahrscheinlich eine meiner Freundinnen oder eine Bezugsperson sehen könnte und stellte fest, dass diese Termine nicht mehr weit von mir entfernt waren und genau diese Dinge ließen mich wieder nach vorne schauen. Mittlerweile bin ich eine Woche in JELLA und es geht mir Tag für Tag besser. Ich durfte die ersten Telefonate mit der Familie und für mich wichtigen Personen führen, ich weiß, dass ich nicht alleine bin, und ich jedem Tag meinem Ziel weiter in die Arme laufe!

Mila (17)

 

Mein Alltag in JELLA

In JELLA gibt es viele verschiedene Angebote, z.B. die Gruppen- und Einzeltherapie bei der ich Sachen, die mir wichtig sind, besprechen kann. Bei mir ist das meistens schwierig, weil ich mit Dingen konfrontiert werde über die ich mir Gedanken machen muss, um sie zu verstehen. Bei der Gruppentherapie bist du mit anderen Mädchen zusammen in dem sogenannten Therapieraum und kannst Dinge besprechen und klären. Meistens gibt es jeden Tag eine Lernzeit, die 2 Stunden lang geht. Mir persönlich fällt es schwer mich so lange zu konzentrieren, weil es schon lang ist. Die Betreuerinnen ermuntern mich dann weiter zu machen, das hilft schon sehr. Insgeheim finde ich die Lernzeit auch gut, um mich auf die Schule vorzubereiten. Ich muss jede Woche 1x kochen, was ich sehr gerne mache, da ich alles kochen kann, was ich will. Na ja fast, es gibt da nämlich eine NoGo-Liste, welche Lebensmittel ich nicht benutzen darf. Die dann vielleicht Auswirkungen auf meinen UK haben. Zum Alltag gehört auch die tägliche Tagesauswertung, die mir helfen soll auf mich zu achten, wie es mir geht oder einfach zu reflektieren. Am Abend kann ich, wenn ich mein Zimmer aufgeräumt habe, Fernsehen schauen. In JELLA gibt es leider nur 4 Fernsehabende. Allgemein ist es ganz gut hier zu sein, da wenn man sich drauf einlässt viel erreichen kann.

Tiffany (14)

 

Suchttherapie - Was ist das für mich?

Bei der Suchttherapie in JELLA geht es vor allem darum, das eigene Suchtverhalten kennen und einschätzen zu lernen. Um das zu erreichen spricht man in den Einzel- und Gruppentherapien über das Thema "Sucht", es gibt begleitete Expositionstrainings und man erarbeitet Skills (Strategien), um mit "Suchtdruck" umgehen zu können.

Klingt alles in allem relativ einfach und entspannt... Achtung Enttäuschung: Das ist es nicht!!! Als ich hierher kam, wurde ich das erste Mal direkt mit meinem Suchtproblem konfrontiert und musste erkennen, dass dieses Problem größer ist als ich immer gedacht hab. Schon allein so eine Erkenntnis macht einen fertig, um ganz ehrlich zu sein. Die ersten Wochen waren für mich unglaublich anstrengend, so wie für alle Mädels, die hier waren / sind. Zu lernen mit seinem Suchtdruck umgehen zu können, die Gefühle aushalten zu müssen, die man sonst mit Drogen, Alkohol und Selbstverletzen "weg" geschwemmt hat, ist auf gut deutsch zum Kotzen!

ABER: Es wird besser! Ich bin mittlerweile fast 4 Monate hier und hab gelernt meine Sucht anzuschauen und mit ihr zu arbeiten. Die ersten Wochen waren hart, die kommenden Wochen werden sicher auch nicht leicht, aber es wird einfacher und Unterstützung hat man hier wirklich viel! Nicht nur von Betreuerinnen und Therapeutinnen, sondern vor allem auch durch die Mädels hier!

Emily (18)

 

Was ich in JELLA so erlebe

Um vom Alltag und der Schule abschalten zu können und auch was zu wagen unternehmen wir viele erlebnispädagogische Angebote. Hier meine persönlichen Erlebnisse und Highlights:

Die Radfreizeit war schwierig für mich, weil ich Radfahren nicht so gerne mag. Außerdem hat es geregnet und war kalt. Für die anderen Mädchen war es auch schwer durchzuhalten, aber wir haben uns gegenseitig motiviert.

Bei der Winterfreizeit war es dagegen sehr schön, auch wenn es schwierig war den Berg im Schnee hoch zu wandern, hatten wir sehr viel Spaß. Abends haben wir dann Feuer gemacht und Spiele gespielt, wir konnten uns gegenseitig besser kennen lernen und es gab auch keine Probleme in einem Zimmer zu schlafen. Wir haben uns vertraut, dass jetzt keine etwas klaut. Durch die Aktivitäten und die Freizeiten, die wir Mädchen zusammen machen, kommen wir uns immer näher, können uns immer mehr vertrauen, besser Gruppenarbeiten machen, aber auch Selbstvertrauen aufbauen. Nicht nur mit Suchtdruck umzugehn lernt man hier, sondern auch mit Geld und Selbstverantwortung. Das Schönste an JELLA ist, dass wenn ein oder mehrere Mädchen bei den Aktis oder Freizeiten keinen Bock haben oder keine Motivation mehr, sind die anderen Mädchen und die Betreuerinnen da und motivieren einen mit ihrer guten Laune.

Tiziana (17)

 

Malou...

Wir in JELLA haben eine Therapiehündin namens Malou. Sie ist ein braun-weißer Australian-Sheperd. Malou ist verschmust und verspielt. Sie begleitet ihre Besitzerin 2 - 3 mal die Woche zu uns und wir können uns in Absprache mit ihr beschäftigen. Manchmal nehmen wir Malou zu unserem Morgenlauf mit und spielen mit ihr. Durch sie lernen wir einen besseren Umgang zu Tieren, werden achtsamer und ruhiger (da Malou bei Geschrei ins Büro flüchtet) und lernen Verantwortung für den Hund, doch auch für unsere Umgebung zu übernehmen. Außerdem lernen wir ruhig zu bleiben, wenn Malou nicht gleich hört. Ich, die Mädchen und die Betreuerinnen haben Malou sehr ins Herz geschlossen. Ich liebe es Zeit mir ihr zu verbringen.

Sophia (14)

 

JELLA ist für mich...

... tägliches Lernen. Lernen mit meiner Sucht zu leben, den Alltag zu strukturieren bzw. zu meistern und in einer Gruppe zu agieren.

JELLA hilft einem zu wachsen und bietet einem eine Perspektive.

Elena (18)

 

Und hier noch unsere Top 10 der besten Gründe für JELLA:

1.    Viele verschiedene Therapieangebote und Freizeitangebote (Sport, Gruppenausflüge, ...) neben Freizeit, die man für sich nutzen kann

2.    Nette Betreuerinnen bzw. viel und gute Betreuung / Ansprechpartnerinnen  z.B. die Bezugsbetreuungs-Aktivität, bei der man gemeinsam mit der Bezugsbetreuerin ins Kino, ins Café oder auch mal zu einem Konzert gehen kann

3.    Jedes Mädchen hat seine eigene Bezugsbetreuerin

4.    Man "wächst"  die Persönlichkeit, das Selbstbewusstsein etc.

5.    JELLA hat eine Therapiehündin

6.    Man darf mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten rauchen  7 Zigaretten am Tag

7.     gemeinsamer WG-Alltag mit Einkaufen, Kochen, Waschen, Putzdienste, Therapien, Termine, Aufgaben, ...

8.    Man lernt clean zu bleiben, das Positive daran zu erkennen und kann nach JELLA alleine durch erworbene Skills mit seiner Sucht klar kommen

9.  Unterstützt bei Themen wie Selbstverletzung, Drogen, Traumata, Familienproblemen, Alltagsproblemen, Schulproblemen und Problemen mit der Polizei

10.  Ab der Therapiephase bekommt man sein Handy

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